Wie geht es weiter mit Tamme Hankens Pferdezucht

Wie geht es mit dem Knochenbrecher weiter?

Der plötzliche Tod des „XXL-Ostfriesen“ Tamme Hanken (56, NDR, KabelEins) löst auch drei Tage später immer noch Bestürzung aus. Er starb am Montag an Herzversagen.

In seiner ostfriesischen Heimat im Landkreis Leer hatte der Hüne (2,06 Meter) verschiedenste Tiere behandelt, die mit Problemen zu ihm kamen. Der Chiropraktiker war nicht nur durch seine TV-Auftritte deutschlandweit bekannt, auch Patienten aus dem Ausland suchten Rat beim „Knochenbrecher“ auf dem Hanken-Hof in Filsum (Niedersachsen)

Doch was passiert dort eigentlich, und wie geht’s da weiter?

Tamme Hanken hatte den Hof mit seiner Frau Carmen (57) seit Jahren betrieben. Neben der Chiropraktik gab es Rehabilitations- und Trainingsmaßnahmen für Pferde nach Operationen und Krankheiten.

Pferde-Reha Hanken Filsum

Auf der Homepage des „XXL-Ostfriesen“ heißt es: „In seiner Familie hat das Nervenfühlen seit vielen Generationen genauso Tradition wie der Einsatz von alten, überlieferten Hausrezepten.“

In der Pferde-Reha der Hankens gibt es ein breites Therapie-Angebot für Pferde. Neben einer Pferde-Sauna zur Entgiftung und Linderung von Atemwegserkrankungen und Stoffwechselstörungen gibt es auf dem Hof auch ein besonderes Solarium. Mit Infrarot- und UV-Lampen wurden die Immunsysteme der Pferde gestärkt. Außerdem: Aquatraining, Klopfmassage, Lasertherapie – alles mit dem Ziel, die unterschiedlich kranken und depressiven Tiere zu heilen.

… und eine eigene Pferdezucht

Die treibende Kraft auf dem Hof in Filsum war Tamme Hankens Frau Carmen. Da der Pferdeflüsterer die meiste Zeit des Jahres unterwegs war, um Tiere auf der ganzen Welt zu behandeln, kümmerte sich die gebürtige Rheinländerin um die tägliche Arbeit auf dem Hof.

Die seit 1990 lizenzierte Pferde-Trainerin bildete mit Tamme ein perfekt eingespieltes Duo, das sich auch im die Pferdezucht kümmerte. Eigene Deckhengste stehen Pferdezüchtern in Deutschland zur Verfügung, darunter Tammes Lieblingspferd Jumper.

Neben der Ausbildung und dem Verkauf der eigenen Pferde kümmerte sich Carmen vor allem um die Trainingsarbeit mit Pferd und Reitern. Sie bietet Lehrgänge, Seminare und Workshops an.

Wie’s weitergeht, ist noch nicht bekannt

Während Tamme Tieren weltweit half, bewirtschaftete Carmen Hanken den Hof in Filsum. Dort muss es die Behandlung der Tiere auch in diesen Tagen weitergehen. In welchem Umfang sie das gemeinsame Lebenswerk aber weiterführen wird, ist noch nicht bekannt.

Klar ist derzeit nur, dass es eine öffentliche Trauerfeier in der Samtgemeinde Jümme, zu der Hankens Heimatort Filsum gehört, nicht geben wird. Das hat Bürgermeister Wiard Voß (parteilos) mitgeteilt.

Freunde von Tamme Hanken berichten, dass sein Leichnam in Bayern eingeäschert werden soll. Er war in Garmisch-Partenkirchen an Herzversagen gestorben. Die Urne soll später im engsten Familien- und Freundeskreis in seiner Heimat im Norden beigesetzt werden.

Quelle

 

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