Bowers & Wilkins hat seine Einsteiger-Kopfhörer der Serie P3 überarbeitet. Sie heissen jetzt P3 Serie 2 und sollen noch einmal im Klang verbessert worden sein. Das haben wir als Anlass genommen, uns die P3 Serie 2-Kopfhörer einmal genauer anzuschauen.

Bild von Website www.bowers-wilkins.de/
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Handhabung & Tragekomfort – B&W P3 Serie 2

Über die Handhabung eines Kopfhörers gibt es an sich nicht viel zu sagen. Normalerweise passt man den Kopfhörer an seine Kopfgrösse an, steckt den Klinkenstecker in sein AudioÜber die Handhabung eines Kopfhörers gibt es an sich nicht viel zu sagen. Normalerweise passt man den Kopfhörer an seine Kopfgrösse an, steckt den Klinkenstecker in sein Audiogerät und fertig. Beim P3 Serie 2 ist es nicht anders. Einzig die Fernbedienung ist nicht an jedem Kopfhörer vorhanden. Hier richtet sich Bowers & Wilkins ganz nach den Vorgaben von Apple. Es ist eine 3-Tasten-Fernbedienung mit eingebautem Mikrofon. Somit lassen sich mit diesem Kopfhörer auch Telefonate führen. Die Bedienung ist bei Apple-zertifizierten Geräten wie dem P3 Serie 2 standardisiert. Die mittlere Taste dient als Start-/Stop-Taste bzw. zum Annehmen und Beenden des Telefonats. Ferner kann man damit Lieder vor- bzw. zurück springen.

Die anderen beiden Tasten sind die Lauter-/Leiser-Tasten. Will man das angeschlossene Kabel ersetzen bzw. gegenüber dem Universalkabel austauschen, so nimmt man einfach die magnetisch gehaltenen Ohrpolster ab. Nun kann man auf beiden Seiten das Kabel aus der Führung nehmen und dann aus den Anschlussbuchsen herausziehen (siehe Album). Befestigt werden die neuen Kabel in umgekehrter Reihenfolge. Fertig. Einfacher kann man Kabel an einem Kopfhörer nicht austauschen.

Der Tragekomfort ist wirklich gut. Ich habe den Kopfhörer teilweise mehrere Stunden genutzt und er hat zu keiner Zeit gestört bzw. gedrückt. Die Form und die verwendeten Materialien spielen dabei wohl die entscheidende Rolle. Der Kopfhörer lässt sich soweit ausziehen, dass auch grössere Köpfe ihn bequem tragen können. Ausserdem drücken die Ohrmuscheln nicht zu fest gegen die Ohren. Das ist vor allem für Brillenträger ein nicht zu unterschätzendes Kriterium. Ein übriges tut das verwendete Schafleder. Es ist super weich und angenehm auf der Haut zu tragen. So sollte sich Kopfhörer-tragen immer anfühlen.


Um mich nicht ständig zu wiederholen kann ich bei der Verarbeitung letztlich nur auf unsere anderen Reviews zu Kopfhörern von Bowers & Wilkins – wie zum Beispiel unseren Test des P7 Wireless – verweisen.
Bowers & Wilkins Lautsprecher stehen quasi als Synonym für exzellente Verarbeitung. Egal ob bei Lautsprechern oder Kopfhörern: Wir haben von Bowers & Wilkins noch kein Produkt gesehen, das einen eklatanten Mangel aufgewiesen hätte. Das gilt auch wieder für diesen Kopfhörer. Alles ist wirklich sauber verarbeitet. Die Nähte am Leder sind genau so, wie man sie erwartet: Sauber vernäht und ohne herausstehende Fäden. Bei den Metallteilen gibt es keine Grate und alles passt wirklich perfekt zusammen. Dank der verbauten Magnete sitzen die beiden Ohrpolster fest am Chassis.
Was wir dort geschrieben haben, kann man auch wieder auf den P3 Serie 2-Kopfhörer übertragen. Dem gibt es nichts weiter hinzuzufügen.
Der Klang des Bowers & Wilkins P3 Serie 2

Doch kommen wir jetzt zum Klang des Bowers & Wilkins P3 Serie 2. Die Klangqualität wurde u. a. wieder mit meiner Test-Musik überprüft. Für den neuen P3 Serie hat die Forschungsabteilung von Bowers & Wilkins den Treiber des P3 weiterentwickelt, um ihn akustisch näher an die anderen Kopfhörer von Bowers & Wilkins heranzubringen. Dieser neue Treiber soll sich durch ein geändertes Dämpfungssystem auszeichnen, das eine wesentlich bessere Kontrolle über die Membranbewegung der Lautsprecher erlaubt. Dies soll sich auch im Klang der Serie 2 des P3 niederschlagen.

Und dieser Klang kann überzeugen. Als ich den Kopfhörer das erste Mal in die Hand genommen habe, war ich auf Grund der Grösse der Ohrmuscheln im Vergleich zum P5 bzw. P7 irritiert. Mein erster Gedanke war, dass solch „niedliche“ Kopfhörer niemals einen vergleichbaren Klang erzeugen könnten. Doch die P3 Serie 2 haben mich eines Besseren belehrt. Sicher, der P7 ist immer noch sehr gut und der P5 Serie 2 kommt ihm mittlerweile auch sehr nahe. Aber auch das neue Einsteigermodel kann klanglich überzeugen.

Der P3 Serie 2 bringt die Musikstücke differenziert herüber und weiss auch bei der Basswiedergabe zu überzeugen. Bei nuancierten Musikstücken lassen sich die einzelnen Musikinstrumente klar differenzieren und klingen auch so wie sie klingen sollen. Die Glocken bei Hells Bells klingen ebenso gut und natürlich wie die Gitarrenklänge bei Nils Lofgrens „Keith don’t go“. Und auch die Chorstimmen bei Eric Whitacres „Alleluia“ klingen sauber und nuanciert.